Warum wetterfeste Materialien bei einer Sonnenliege entscheidend sind
Wer eine Sonnenliege das ganze Sommerhalbjahr draußen stehen lassen möchte, braucht ein Produkt, das UV-Strahlung, Regen und Temperaturschwankungen ohne Schäden übersteht. Die gängigsten Rahmenmaterialien im Überblick:
ALUMINIUM (pulverbeschichtet): Das meistverbreitete Material in der Mittel- und Premiumklasse. Pulverbeschichtetes Aluminium rostet nicht, ist leicht (ca. 5–10 kg je nach Modell) und lässt sich einfach reinigen. Achte auf Wandstärken von mindestens 1,5 mm bei Hohlprofilen – dünnere Profile knicken unter Last. Marken wie Kettler, Hartman und Outflexx setzen durchgehend auf Aluminium-Schweißrahmen.
TEAKHOLZ (FSC-zertifiziert): Der Klassiker für hochwertige Gartenliegen. Teak enthält natürliche Öle, die das Holz gegen Feuchtigkeit und Schimmel schützen. Unbehandelt vergraut Teak silbergrau, bleibt dabei aber strukturell stabil. Hersteller wie Alexander Rose und Karasek verwenden ausschließlich FSC-zertifiziertes Teak. Pflege: einmal jährlich ölen reicht.
STAHL (verzinkt + pulverbeschichtet): Schwerer als Aluminium (12–18 kg), aber günstiger in der Herstellung. Stahl-Liegen sind für Dauernutzung im Freien nur bedingt geeignet – an Schweißnähten und Schraubenverbindungen setzt Rost an, wenn die Beschichtung beschädigt wird. Eher für überdachte Terrassen geeignet.
KUNSTSTOFF (Polypropylen, HDPE): Vollkunststoff-Liegen von Grosfillex oder Sieger sind 100 % wetterfest, leicht und pflegeleicht. Nachteil: Eigenbiegsamkeit, kein hochwertiger Haptik-Eindruck. Geeignet für Pool-Umrandungen und Ferienhäuser.
BESPANNUNG: Entscheidend ist die Gewebeart. Textilene (PVC-beschichtetes Polyestergeflecht) ist wasserabweisend, schnelltrocknend und UV-stabil bis mind. 300 h nach EN ISO 4892-3. Sunbrella-Stoff (Acryl) ist noch langlebiger (ca. 5 Jahre Outdoor-Garantie), aber teurer. Günstigere Polyester-Bespannungen ohne UV-Schutz verblassen nach einer Saison.
Fazit Materialwahl: Für echte wetterfeste Sonnenliegen, die dauerhaft im Freien verbleiben, empfehlen sich Aluminium- oder Teak-Rahmen + Textilene- oder Sunbrella-Bespannung. Kunststoffmodelle als günstige Alternative – sofern optische Abstriche akzeptabel sind.
Die besten Sonnenliegen im Sortimentsvergleich 2024
Hier stellen wir konkrete Modelle vor, die in deutschen Online-Shops (u. a. Otto, Breuninger, Garten-Shop-Fachhandel) erhältlich sind. Die Auswahl deckt alle Preisklassen ab.
KETTLER OCEAN PLUS RELAXLIEGE: Aluminium-Schweißrahmen, 7-fach verstellbare Rückenlehne, Textilene-Bespannung in Silber/Anthrazit, Belastbarkeit 120 kg, Maße ca. 60 × 200 cm, Gewicht 9,8 kg. Preis: ca. 349–399 €. Stärke: Robuste Verarbeitung, jahrelanger Einsatz im Freien problemlos möglich.
HARTMAN SOPHIE RECLINER: Aluminium-Rahmen mit Faux-Teak-Optik (Kunststofflatten), 5-stufig verstellbar, Schnelltrocknungs-Polster inklusive (abnehmbar, waschbar bei 30 °C), Belastbarkeit 110 kg, ca. 65 × 198 cm. Preis: ca. 279–319 €. Stärke: Polster bleiben bei Regen draußen – trocknen in ca. 2 h.
ALEXANDER ROSE TEAK LIEGESTUHL CLASSIC: FSC-Teak-Rahmen, Dralon-Bespannung, 5-fach verstellbar, Belastbarkeit 120 kg, Maße ca. 58 × 190 cm. Preis: ca. 589–649 €. Stärke: Optische Langlebigkeit, Teak wird mit den Jahren wertvoller in der Haptik.
LAFUMA FUTURA XL: Stahl-Rahmen (verzinkt), Batyline-Gewebe (PVC/PES-Geflecht), 0-Schwerkraft-Position (komplett flachliegend), Belastbarkeit 130 kg, Maße ca. 70 × 196 cm, klappbar. Preis: ca. 179–229 €. Stärke: Ergonomische Zero-Gravity-Position – ideal für Rückenprobleme.
SIEGER EXCLUSIV PROFI-LINE POLY: Vollkunststoff (Polypropylen), stapelbar, UV-stabilisiert, Belastbarkeit 150 kg, Maße ca. 60 × 185 cm, Gewicht nur 4,5 kg. Preis: ca. 89–119 €. Stärke: Geringstes Gewicht, kein Rost, Pool-tauglich.
OUTFLEXX LIEGE SÉRIE 5: Aluminium-Rahmen (Anthrazit), Sunbrella-Polster (abnehm- und waschbar), stufenlos per Gas-Feder verstellbar, Belastbarkeit 120 kg, inkl. Beistelltisch. Preis: ca. 499–579 €. Stärke: Stufenlose Verstellung ohne Einrasten – komfortabelste Lösung für täglichen Einsatz.
KARASEK TEAK COMFORT LOUNGER: FSC-Teak, breite Liegefläche 75 cm, Sunbrella-Polster 8 cm dick, 7-fach Rückenverstellung, Schublade für Zubehör. Preis: ca. 899–1.099 €. Stärke: Premium-Komfort für dauerhaften Außenbereich.
GROSFILLEX BAHIA STAPELLIEGE: HDPE-Kunststoff, 100 % recycelbar, 4-fach verstellbar, Belastbarkeit 130 kg, stapelbar (bis zu 6 Stück), pflegeleicht mit Gartenschlauch. Preis: ca. 99–149 €. Stärke: Beste Wahl für Pool-Anlagen und Ferienhäuser mit Platzmangel.
Bequeme Sonnenliege kaufen: Komfort-Faktoren im Detail
Eine bequeme Sonnenliege ist nicht nur eine Frage des weichen Polsters. Komfort entsteht aus mehreren zusammenhängenden Faktoren:
LIEGEFLÄCHENBREITE: Standard-Liegen haben 55–62 cm Breite. Wer breit gebaut ist oder einfach mehr Platz möchte, sollte auf mindestens 65 cm achten. Karasek Comfort Lounger (75 cm) und Lafuma Futura XL (70 cm) sind hier führend.
VERSTELLBARKEIT DER RÜCKENLEHNE: Mindeststandard sind 5 Positionen. Besser: 7 oder mehr Stufen. Noch komfortabler: stufenlose Gasdruckfeder-Verstellung (Outflexx Série 5). Zero-Gravity-Positionen (Lafuma) sind besonders für Menschen mit Rücken- oder Kreislaufproblemen geeignet, da die Beine auf Herzhöhe liegen.
POLSTERDICKE UND -MATERIAL: Polster unter 4 cm sind für längere Liegezeiten ungeeignet. Empfohlen: 6–8 cm. Material: Schaumstoff RG 30 (Raumgewicht) oder höher für Outdoor-Polster – geringeres Raumgewicht gibt nach wenigen Monaten nach. Sunbrella-Bezüge sind UV- und wasserbeständig, Bezüge aus 100 % Polyacryl (Dralon) ebenfalls.
FUSSRASTENVERSTELLUNG: Hochwertige Liegen haben separate Fußrasten-Verstellung (Karasek, Outflexx, Kettler Ocean Plus). Günstiger: Die gesamte Liegefläche als ein Stück, was die Fußposition nicht individuell erlaubt.
ROLLEN UND TRANSPORTIERBARKEIT: Für große Terrassen oder Pools sind Rollen am Fußende hilfreich (Kettler Ocean Plus hat sie serienmäßig). Wer mehrere Liegen lagern muss, sollte stapelbare Varianten (Sieger, Grosfillex) bevorzugen.
KOMFORT GARTENLIEGEN IM PREISVERGLEICH: Im Einstiegssegment (unter 150 €) erkaufst du dir Komfort meist durch Zero-Gravity-Konstruktion (Lafuma) statt durch Polsterung. Mittelklasse (200–500 €) kombiniert Polsterung mit guter Verstellmechanik. Premium-Liegen (über 600 €) bieten alles – breite Liegefläche, dicke Polster, stufenlose Verstellung und hochwertige Materialien.
Sonnenschutz für Sonnenliege: Integrierte Dach-Systeme und externe Lösungen
Wer sensible Haut hat oder die Mittagssonne meiden möchte, braucht nicht nur die richtige Liege, sondern auch geeigneten Sonnenschutz für die Sonnenliege. Hier gibt es zwei grundsätzliche Ansätze:
INTEGRIERTE SONNENDÄCHER: Einige Modelle kommen mit fest montiertem oder ausklappbarem Sonnendach. Beispiel: Outflexx Série 7 mit Kurbel-Sonnendach (UPF 50+, ca. 649 €) oder Sieger Exclusiv Relaxliege mit ansteckbarem Windschutz (Sonderausstattung, ca. +79 €). Vorteil: Keine separate Montage, kein zusätzliches Zubehör. Nachteil: Sonnendach lässt sich nicht separat ausrichten, wenn die Liege schräg zur Sonne steht.
EXTERNE SONNENSEGEL UND SCHIRME: Die flexiblere Lösung. Ampelschirm-Systeme (z. B. Schneider Freiarmschirm Derby 300×300 cm, ca. 279 €) lassen sich über mehrere Liegen positionieren. Segelsonnenschutz aus HDPE-Gewebe (z. B. Markilux oder Coolaroo) bietet UPF 50+ und kostet ab ca. 29 € für einfache Dreieck-Segel.
POPUP-ZELTE UND BEACH-SHELTER: Für maximalen Schutz, besonders an windigen Standorten, sind aufstellbare Strandzelte (z. B. Brunner Beach Sun Camp II, ca. 59 €) eine Option – aber für feste Terrasseninstallationen weniger sinnvoll.
MATERIAL DES SONNENSCHUTZES: Entscheidend ist der UPF-Wert (Ultraviolett-Schutzfaktor). UPF 50+ blockiert über 98 % der UV-Strahlung. Günstige Polyester-Stoffe ohne Ausrüstung erreichen oft nur UPF 15–25 – bei Sonnenbrand-Risiko nicht ausreichend. Hochwertige HDPE-Gewebe und Acryl-Stoffe (Sunbrella) bieten dauerhaft UPF 50+.
KOMBINATIONS-TIPP: Die beste Kombination ist eine wetterfeste Sonnenliege mit Textilene-Bespannung plus ein separat positionierbarer Ampelschirm mit UPF 50+ – so passt du den Schatten flexibel der Sonnenbahn an, ohne die Liege verschieben zu müssen.
WICHTIGE NORM: EN 13758-2 regelt die Kennzeichnung von Textilien mit UV-Schutz. Achte bei Kauf von Sonnensegeln und Schirmen auf diese Norm-Angabe, nicht nur auf Marketing-Versprechen.


























